Sea Life Paris oder auch "nette Effekte"


Sea Life Paris Amazonas Fische
Eingang zur Amazonas-Welt

Dieses Mal ging es für mich ins Sea Life Paris. Denn na klar, wenn es ein Aquarium gibt, dann muss ich auch rein ;)

Der Zugang zur Anlage war schon recht abenteuerlich, der liegt nämlich im Inneren eines gigantischen Shopping-Centers. Und wenn ich im Inneren sage, dann meine ich im Keller. Fast ohne Beschilderung. Muss man halt wissen, dass da ein Aquarium ist, ist ja klar.


Dann ging es direkt in den Amazonas, der darf in sämtlichen Aquarien nicht fehlen. Aber, es gab eine Besonderheit, die ich so noch nie erlebt habe: Der Boden fühlte sich an wie Dschungel-Boden (ja, gut, so wie ich mir Dschungel-Boden vorstelle). Dazu gab es versteckte Lautsprecher, die die Atmosphäre nochmal gut unterstützten. Rund um die Becken war alles wunderbar dekoriert.


Die Becken selbst... joa. Die üblichen Fische (Piranhas natürlich!), die übliche Dekoration der Becken.



Sea Life Paris Amazonas Dekoration
Dekoration Amazonas-Welt

Sea Life Paris Amazonas Dekoration
Dekoration Amazonas Welt


Nach dem Amazonas folgte ein kleiner Abschnitt, der komplett in Schwarzlicht getaucht war und in dem die Fluoreszenz einiger Lebewesen wie Korallen demonstriert wurde. Nett gemacht, habe ich so noch nie gesehen. Leider gab es an den Wänden und Aquarien recht wenige Informationen zu den dargestellten Themen und die spärlichen Infos waren natürlich auf Französisch :)



Sea Life Paris Fluoreszenz Korallen
Fluoreszierende Korallen

Im Anschluss an das Schwarzlicht gab es eine sehr interessante Ausstellung zum Thema Asien und die Bedeutung von Fischen dort, unter anderem als Glückssymbole und magische Wesen.

Gestaltet war der Eingang davon auch nett, man musste durch einen Koi-Karpfen-Teich gehen, der auf den Boden projiziert war. Und bei jedem Schritt ertönte ein Platschen. Irgendwie lustig.



Sea Life Paris virtueller Koi-Teich
Virtueller Koi-Teich

Sea Life Paris Asien Ausstellung
Asiatische Ausstellung

Die Ausstellung war sehr schön aufgemacht und vielen interessanten Fakten versehen (diesmal auch auf Englisch). Dazu kam ein kleines Suchspiel, bei dem man chinesische Glückssymbole im Raum suchen konnte (Ich war nicht besonders gut darin und habe nur zwei gefunden :D).

Am meisten begeistert hat mich aber ein Becken, in dem ein Feuerstachelaal auf mich wartete. Ich liebe Stachelaale, eine Zeitlang habe ich kleinere Exemplare davon im Aquarium zuhause gehalten und sobald ich mir wieder ein größeres Aquarium zulege, ziehen diese süßen Kerlchen dort sofort wieder ein.



Sea Life Paris Feuerstachelaal Fisch
Feuerstachelaal

Die asiatische Ausstellung hat mir auch noch eine bahnbrechende Erkenntnis gebracht: Seit dem ersten Pokémon-Spiel für den Gameboy habe ich mich immer gefragt, warum zur Hölle Karpador, ein Fisch, sich in Garados, einen Drachen, verwandelt. Unten auf dem Bild seht ihr, wieso das der Fall ist :)


Sea Life Paris Pokémon
Pokémon!

Was folgte, war eine im Vergleich zu den vorhergehenden Räumen recht lieblos gemacht Kaltwasser-Meeres-Halle. Viele Becken, eins schnarchiger besetzt als das andere. Irgendwie nichts für mich.

Im Anschluss gab es dann ein Becken mit einer Glasröhre. Ich muss sagen, ungefähr so, nur ein wenig größer, habe ich mir immer die Gänge in der Stadt Biota aus "Stadt der Tiefe" vorgestellt. Normalerweise finde ich solche Röhren toll, doch in dieser hier war es erstens sehr dunkel und zweitens gab es quasi keine Tiere, die man von dort betrachten konnte. Lediglich den Ausblick auf einige verkrüppelte Meeräschen und eine rostige Ankerkette. 1a Aquariendeko.



Sea Life Paris Glasröhre
Glasröhre

Sea Life Paris Glasröhre Dekoration Meerwasser
Grandiose Anker-Dekoration


Danach folgte das Highlight des Sea Life Paris für mich: Das große Meerwasserbecken. Klar, kennt man. Auch die Tierarten darin waren wenig überraschend (ein Ammenhai, einige Schwarzspitzenriffhaie). Aber die Dekoration innerhalb und außerhalb des Aquariums war einfach toll. Der Vorraum war gestaltet wie ein versunkenes Wrack, durch dessen zerstörte Wände man in Meerwasser schaut. Tolle Stimmung, hier auch wieder unterstützt durch Lautsprecher. Dazu gab es mehrere verschiedene Winkel, aus denen man das Becken erkunden konnte, unter anderem einen kleinen Gang, durch den man nur gebückt gehen konnte und an dessen Ende Bullaugen auf einen warteten.

Sea Life Paris Meerwasserbecken
Großes Meerwasserbecken

Sea Life Paris Meerwasser Haie
Großes Meerwasserbecken

Es folgten ein paar nette Aquarien und Bilder zum Thema Haie, Rochen und ihre Eier. Unter anderem gab es hier eine Hai-Ei-Lampe, die gut und gerne meine Größe hatte und die ich am liebsten mitgenommen hätte. Für kuriose Lampen bin ich nun mal zu haben :D


Auch das Muränenbecken inklusive Pirat davor fand ich nett, wenn auch ein wenig klein.

Wie ihr vielleicht an der bescheidenen Qualität meiner Fotos erkennen könnt, war es im kompletten Sea Life doch sehr dunkel. Das ist zum Beispiel praktisch, wenn man keine Lust hat, zu putzen. Denn ob es im Sea Life Paris sauber war oder wie abgenutzt die Deko war, kann ich wirklich nicht beurteilen. Meistens konnte ich im Raum nicht einmal sagen, wohin sich meine Begleitung verirrt hatte. Oder ob in einer Ecke nicht vielleicht die eine oder andere Leiche lag.



Sea Life Paris Pirat
Zwei Piraten


Sea Life Paris Lampe Dekoration
Ei-Lampe

Sea Life Paris Muränen
Muränenbecken

















Das Ende des Sea Life Paris fand sich dann bei den Pinguinen und einer schön gestalteten Eislandschaft vor ihrem Becken. Die Pinguine konnte man sowohl oberhalb als auch unterhalb der Wasserlinie beobachten. Bei den Pinguinen war gerade Fütterungszeit angesagt, rundherum gab es noch einige Becken mit Tieren zu betrachten, die im kälteren Wasser zuhause sind. Leider gab es auch hier keine Überraschungen, ich würde mir doch in einem Aquarium mal wünschen, dass ein paar andere Tiere gezeigt werden und nicht immer nur eine Krabbe. Zum Beispiel Fische, Fische wären doch eine Idee. Oder mal Schnecken.



Sea Life Paris Arktis Pinguine
Kalt hier!

Pros:

  • schöne Gestaltung der Umgebung

  • Besondere Atmosphäre durch Licht und Geräusche

  • die asiatische Ausstellung

  • Toll gestaltetes großes Meerwasserbecken



Contras:

  • teilweise zu dunkel

  • die gezeigten Tierarten waren bekannt und nicht sonderlich spannend

  • Kaum Infos über die gezeigten Tiere

  • Viele Aquarien mit gebogener Scheibe, ist sicherlich Geschmackssache, aber ich finde den Blick hindurch unangenehm


Fazit: Ein schön gestaltetes Aquarium, in dem man gute ein bis zwei Stunden verbringen kann.


Zur Info: Der Eintrittspreis beträgt ca. 21€ für Erwachsene.

Sea Life Paris Bullauge Meeresbecken
Ausblick aus dem Bullauge

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